About

Ao. Univ.-Prof. Dr. Martin Risak  forscht und lehrt am Institut für Arbeits- und Sozialrecht an der Universität Wien und unter anderem Vorsitzender des Senates II der Gleichbehandlungskommission und österreichisches Mitglied des die Europäische Kommission beratenden „European centre of expertise in the field of labour law, employment and labour market policies (ECE)“. Er ist ua Herausgeber des Buches „Arbeit in der Gig-Economy“ sowie Autor zahlreicher Publikationen zur Plattformarbeit.

Session

Arbeiten in der Plattformwirtschaft – Chancen und Risiken

Beim der Plattformarbeit wird eine Dienstleistung (zB ein Taxidienst, eine Essenzustellung oder auch das Schreiben eines Textes) unter Zwischenschaltung von Plattformen (zB Uber, Foodora oder Amazon’s Mechanical Turk) erbracht, wobei diese eine herausragende Rolle bei der Leistungsabwicklung einnehmen. Für Auftraggeber ist diese Art der Leistungserbringung in der Regel kostengünstig und effizient, da nur das bezahlt wird, was tatsächlich benötigt wird. Für die LeistungserbringerInnen, die Plattformbeschäftigten, stellt sich das Bild schon ein wenig durchwachsener dar – einer hohen Flexibilität steht große Unsicherheit und zumeist auch nur ein niedriges Entgelt gegenüber. Aber wie funktioniert die Organisation über Plattformen eigentlich? Was sind die Vor- und Nachteile für AuftraggeberInnen und LeistungserbringerInnen? Haben wir es hier tatsächlich nur mit Selbständigen zu tun oder liegen hier mitunter auch Arbeitsverhältnisse vor? Und was kann getan werden, damit es in der Plattformwirtschaft faire und transparente Wettbewerbs- und Arbeitsbedingungen gewährleistet werden?