HR INSIDE SUMMIT - Bernhard Maier
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About

Mag. Bernhard Maier, MA, Jahrgang 1972, studierte Politikwissenschaft sowie Security- und Risikomanagement in Wien. Seit 1997 ist er als Berufsdetektiv selbstständig. Seine Auftraggeber sind schwerpunktmäßig der Finanzwirtschaft zugehörig. Bernhard Maier ist gerichtlich beeideter Sachverständiger, zertifizierter Betrugsermittler (CFE) und Risikomanager (ISO 31000). Im September 2017 erschien sein Buch ‚Pre-Employment-Screening: Ein risikobasierter Praxisleitfaden zur Bewerberüberprüfung im Personalauswahlverfahren‘ im Boorberg Verlag.

SESSION

Pre-Employment-Screening

Pre-Employment-Screening (PES), also die Sicherheitsüberprüfung von Bewerbern vor Eintritt ins Unternehmen, ist ein Instrument zur Vermeidung von Wirtschaftskriminalität (betriebsinterne Straftaten, Korruption, Geldwäsche). Indem Hintergrundinformationen eingeholt werden, können Arbeitgeber riskante Bewerber erkennen und sich vor finanziellen Verlusten, Reputations- oder Personenschäden schützen. Während PES in den USA häufig fixer Bestandteil eines Recruiting-Prozesses ist, wird es im deutschen Sprachraum eher selten durchgeführt.

Da heimische Unternehmen zunehmend Opfer wirtschaftskrimineller Aktivitäten werden, besteht die Erfordernis sich mit Präventionsmaßnahmen wie PES auseinander zu setzen. Hinzu kommt, dass internationale Normen zur Korruptions-, Geldwäsche- und Terrorismusprävention aktives Risikomanagement in der Form von PES bei privatwirtschaftlichen Unternehmen einfordern.
In der praktischen Umsetzung erweist sich die PES als zweifach herausfordernd. Erstens sind strenge rechtliche Rahmenbedingungen (Arbeitsrecht, Daten- und Privatsphärenschutz) bei der Überprüfung von Bewerbern zu beachten. Zweitens ist häufig unklar, wo und wie die erforderlichen Informationen eingeholt werden können.

Die Session ‚Pre-Employment-Screening‘ soll die Teilnehmer mit dem Thema vertraut machen und folgende Fragen klären:

  • Was macht Bewerber potenziell riskant (Red Flags)?
  • Welche Informationsquellen stehen beim Screening zur Verfügung?
  • Worauf ist rechtlich beim PES zu achten?